Alle Routen auf Deutsch

Liebe deutschsprachige Leser, diese Seite enthält die Übersetzung von allen Wegbeschreibungen, die auf unserer Website auf Italienisch vorhanden sind.

Die Giaf-Hütte, m 1400, befindet sich bei der Kreuzung von 5 Hauptwegen, und zwar:

· CAI-Weg n.340 Rifugio Giaf - Cason dal Boschet m 1707 – Cridola-Scharte m 2176 – Biwakschachtel Vaccari m 2050 – Bundesstrasse 52 Carnica bei Val Da Campo m 987.
Gesamtgehzeit 5 Std., bis zur Cridola-Scharte 3 Std.. Höhenunterschied m 780. Schwierigkeit: mittel.

· CAI-Weg n.341 Rifugio Giaf – Mauria-Pass m 1298 .
Höhenunterschied m 200, Gesamtgehzeit 2 Std. Schwierigkeit: leicht.

· CAI-Weg n. 342 Rifugio Giaf – Cason-Scharte m 2224 – Biwakschachtel Marchi-Granzotto im Tal Monfalcon di Forni m 2152 –Monfalcon di Forni-Scharte m 2309 – Val d’Arade – Rifugio Padova m 1287. Gesamtgehzeit 5 Std. 5. Höhenunterschied m 910. Schwierigkeit: mittel, zum Teil auf steilen Schuttrinnen in einer imposanten Landschaft.

· CAI-Weg n. 346 von Forni di Sopra-Ortschaft Chiandarens m 966 – Rifugio Giaf – Scodavacca-Scharte m 2043 – Valle Pra di Toro - Rifugio Padova m 1287.
Gesamtgehzeit 4.30 Std. Höhenunterschied m 1070. Schwierigkeit: leicht.

· CAI-Weg n. 361 Rifugio Giaf – Urtisiel-Scharte m 2000 – Casera Valbinon m 1778 - Rifugio Pordenone m 1249.
Gesamtgehzeit 4 Std. Höhenunterschied m 600. Schwierigkeit: leicht. Dieser Weg bildet den Anfang des Weges “Truoi dai sclops”, der spektakulären Rundtour, die Forni di Sopra mit den Hütten Giaf und Flaiban-Pacherini im Suola-Tal verbindet.

Es gibt auch die Möglichkeit, eine wunderschöne Rundtour um die Giaf-Hütte zu machen. Es handelt sich um den sogenannten “Anello di Bianchi”, eine einfache Tour auf gut beschilderten Wegen (2,30 – 3 Std. Gehzeit). Man kann entweder im Uhrzeigersinn gehen und auf dem Weg 361 starten, oder in entgegengesetzter Richtung auf dem Weg 346 starten und nach zirka 5 Gehminuten von der Hütte rechts abbiegen.

Von der Giaf-Hütte zum Biwak Vaccari
Weg Nr. 340 

Dieser Weg lädt uns ein, eine recht wilde und unberührte Gegend zu erkunden: oberhalb des Hangtales „Valonut“ kommen wir zur Cridola-Scharte und steigen dann in die einsame Cuna-Grasmulde hinab, wo die rote einsame Schachtel des Biwaks steht. 


Forca del Cridola mit dem "Valonut"


Rifugio Giaf – Cason dal Boschet – Forca del Cridola – Bivacco Vaccari
Vom Biwak ist es möglich, weiter zur Bundesstrasse 52 Carnica bei Val da Campo 987 m abzusteigen
Rifugio Giaf – Forca del Cridola: 3 Std.
Forca del Cridola – Bivacco Vaccari: 30 Min.
Gesamtgehzeit 3.30 von der Giaf-Hütte, Hh 780 m

Wegbeschreibung:

Hinter der Giaf-Hütte nimmt man den Weg Nr. 346 zur Scodavacca-Scharte und nach wenigen Minuten zweigt man rechts auf dem Weg Nr. 340 ab. Man steigt durch einen schönen Tannen- und Lärchenwald bis auf einen Latschenrücken, von wo man einen schönen Blick auf das Tal genießen kann. Der Weg führt jetzt mit einer langen Diagonale und einigen Kehren zu einer schönen Lichtung, wo einmal die Unterkunft Cason dal Boschèt stand (1706 m, knapp eine Stunde). Bei dem schlanken, malerischen Bildstock bleiben wir rechts und erreichen kurz danach den weiten Fossiana-Kessel.
Zuerst geht man leicht absteigend, dann fast eben weiter nach Westen, dem Amphitheater entlang. Wir befinden uns im weiten Schuttkar des Fossiana-Baches, zwischen dem Berg Vallonut und der Cozzi-Spitze. Man geht durch Wiesen, m 1874, wo nicht selten kleine Gämsegruppen weiden. Mit leichtem Auf und Ab auf Schuttgelände weitergehend, kommen wir zu Fuße einer steilen Schuttrinne, wo der Weg Nr. 340 mit dem Weg Nr. 348 vom Mauria-Pass und von der Fossiana-Scharte zusammentrifft. Die wenig deutlichen Markierungen gut im Auge haltend, geht man die steile Schuttrinne hinauf, auf deren Ende sich ein grünes Hangtälchen (il “Valonut”) und die Cridola-Scharte (Forca del Cridola), 2176 m, befinden.
Von der Cridola-Scharte, zwischen der Savorgnana-Spitze und dem Berg Vallonut, geht man auf Trittspuren nach Nordwesten hinab und kommt in kurzer Zeit zum Biwak Vaccari, 2050 m.

Eventueller Abstieg ins Tal:
vom Biwak Vaccari geht man kurz nach Südwesten hinauf, bis man den Weg Nr. 334 zur Tacca del Cridola erreicht. Weiter auf diesem in Richtung Nordwesten im Cridola-Tal den Cridola-Bach entlang, bis man in der Talsohle auf eine Forststraße trifft. Man folgt dieser Straße talauswärts und in kurzem erreicht man die Bundesstraße 52 Carnica (km 70+100) bei einem Gebäude und einem Brunnen. Für diese Strecke braucht man 1.30 Std. zirka.

Vom Mauria-Pass 1298 m zur Giaf-Hütte 1400 m
Weg Nr. 341

Einfache Wanderung, sehr empfehlenswert und abwechslungsreich

Passo Mauria – Sperre auf dem Bach Fossiana: 1 Std.
Sperre auf dem Bach Fossiana – Rifugio Giaf: 1 Std.
Gesamtgehzeit: 2 Std., Höhenunterschied 200 m
Länge 6 km

Wegbeschreibung:

Vom Mauria-Pass, 9 km von Forni di Sopra auf der Bundesstrasse 52 entfernt, folgt man der markierten, ebenen Forststrasse, die hinter dem Wärterhaus beginnt, bis zum Bach Tor. Man steigt jetzt kurz in das kiesige Bachbett hinunter und überquert es. Der Weg führt mit leichten Auf und Ab dem Parsupagn-Hang entlang und steigt dann zum Bach Fossiana hinunter, 1187 m. Auch dieses breite Bachbett muss man senkrecht überqueren. Gleich auf der anderen Seite beginnt der Aufstieg (Markierungen beachten!) zum Boschet. Man steigt im Buchenwald in Richtung SO auf den Hang und dann kommt man auf die westliche Flanke, zuerst durch einen dichten Buchenwald, dann durch latschen und Schutt. Man überquert die Schutthänge des Boschet, geht wieder in den Wald hindurch, erreicht den Coston di Giaf und zuletzt die Giaf-Hütte.

Von der Giaf-Hütte zum Biwak Marchi-Granzotto und zur Padova-Hütte
Weg Nr. 342

Diese Wanderung verlangt einen langen und anstrengenden Aufstieg, dafür werden wir aber am Ende mit einem paradiesischen Ziel belohnt. Von der Cason-Scharte öffnet sich uns der grüne und einsame Kar des Tales Monfalcon di Forni, und auf einem Felsenrücken sticht der rote Punkt des Biwaks gegen den Himmel hervor. Rundherum die zackigen Spitzen der Berge Cresta del Leone, Monfalcon di Cimoliana, Monfalcon di Forni und Cima Barbe.

Der Biwak Marchi-Granzotto

Giaf-Hütte, 1400 m - Cason-Scharte 2250 m - Biwak Marchi-Granzotto, 2152 m
Gesamtgehzeit: 3 Std., Höhenunterschied 910 m
Gesamtlänge 7,5 km

Wegbeschreibung:

Von der Giaf Hütte steigen wir zum kleinen Kinderspielplatz. Hier beginnt der kurze Verbindungsweg, der eben durch den Wald in ein paar Minuten zum Hauptweg führt (Holztafeln). Für die ersten 20 Minuten ist der Verlauf der Wege Nr.342 und 361 identisch. Wir folgen dem Weg, der von hunderten Holzstufen charakterisiert ist, in Richtung S durch Latschen und lichten Wald und kommen zu einer Weggabelung, 1580 m. Hier geht unser Weg Nr. 342 nach rechts. Bei der nächsten Gabelung geht man wieder rechts, immer der Markierung folgend. Man steigt durch Latschen, Schutt und Wiesenflecken. Der Weg wird allmählich steiler in der Schuttrinne und die Markierungen sind nicht sehr deutlich, aber der Anstieg ist logisch und ist nicht zu verfehlen.

Nicht selten beobachtet man weidende Gämse in der Nähe, die höchstwahrscheinlich über unsere Langsamkeit staunen. Wenn wir die Scharte erreicht haben, öffnet sich vor unseren Augen ein wahres Paradies. In 15 Min. steigt man zum schönen roten Biwak runter, der in außerordentlich schöner Lage liegt. Platz für 12 Personen. Kleine Wasserquelle zirka 10 Minuten unterhalb des Biwaks, auf einer Wiese zu Fuß der Schuttrinne der Cima Barbe. Von oben sieht man ganz gut eine riesengroße, mit weißen Steinen gebildete Schrift: H2 0!

Von hier gibt es recht viele Möglichkeiten. Wenn man den Weg Nr. 359 nimmt, kommt man steil runter direkt ins Meluzzo-Tal, bei der Blockbau-Unterkunft Caserute dei Pecoli. Von hier kann man entweder weiter bergab zur Pordenone-Hütte, oder bergauf zur Casera Valmenon (truoi dai Sclops) gehen. Über die gegenüberliegende Forcella del Leone kommt man ins Tal Monfalcon di Cimoliana und weiter zur Pordenone-Hütte; über die Forcella Monfalcon di Forni steigt man dagegen in das Arade-Tal zur Padova-Hütte ab.
Achtung: die Metallschilder auf dem Biwak haben falsche und womöglich gefährliche Zeitangaben, denen man nicht folgen soll: es ist nicht möglich, z.B., vom Biwak die Hütte Giaf in einer Stunde zu erreichen!
Wenn man weiter auf dem Weg Nr. 342 wandern will: vom Biwak steigt man zuerst kurz in Richtung Nord-Westen zur Scharte Las Busas (2256 m), dann weiter nach Westen zur Scharte Monfalcon di Forni (2309 m).Von hier steigt man ins Arade-Tal ab, bis man den Weg Nr. 346 erreicht. Auf diesem Weg dann direkt zur Padova-Hütte, 1287 m.

Von der Giaf-Hütte zur Padova-Hütte
Weg Nr. 346

Die weite, geometrische Scodavacca-Scharte ist die am meisten bekannte und begangene Scharte dieser Berge und von überall leicht zu erkennen. Sie verbindet zwei Hütten ( Giaf-Padova), zwei Dörfer (Forni di Sopra-Domegge), zwei Berggruppen (Cridola-Monfalconi), zwei Flusssysteme (Piave-Tagliamento), zwei alpine Gebiete(Carnia-Cadore). Ein riesengroßes Fenster, von imposanten Wänden, Türmen und Zinnen umgeben.

Die Padova-Hutte

Giaf-Hütte 1400 m – Forcella Scodavacca 2043 m: 2 Std.
Forcella Scodavacca – Rifugio Padova 1287 m: 1.30 Std.
Gesamtgehzeit 3.30 Std., Höhenunterschied m 1070.

Wegbeschreibung::

Von der Giaf-Hütte gehen wir in Richtung Nord-Westen auf dem AV-Weg Nr. 346, und ignorieren dabei die Abzweigungen nach rechts zum Anello di Bianchi. Zuerst durch Wald bis auf eine Höhe von 1650 m zirka, dann auf freiem Gelände mit Latschen: man kann sehr gut die fantastische Szenerie der dolomitischen Wände beobachten, wie z.B. rechts den roten Spinotti-Turm und weiter links den schmalen Berti-Turm. Lange begleiten uns die senkrechten Wände des Cridola und der Monfalconi. Nach einem hohen Steinblock mit Wegweisern (links beginnt der nicht mehr imstande gehaltene Weg zur Las Busas-Scharte) steigt man weiter auf Schutt und Kies und erreicht bald die Scharte, 2043 m, riesengroßes Tor, das das Tagliamento-Tal mit dem Piave –Tal verbindet. Wegweiser zur Tacca del Cridola und zum Cridola-Gipfel (II Grad). Kurz nach der Scharte auf der Cadore-Seite findet man eine kleine Dauerquelle, die aus der schwarzen Wand links entspringt. Man steigt jetzt nach Westen ins Tal Val Prà di Toro hinab. Ein großer Steinblock hundert Meter unterhalb der Scharte kann als Notbiwak und Orientierungspunkt dienen. Zuerst ist der Abstieg nicht sehr steil zwischen den Cridola-Wänden und den zackigen westlichen Ausläufern der Gruppe Monfalconi di Forni. Dann geht der Weg durch Latschen steiler hinab bis zur Abzweigung mit dem AV-Weg Nr. 342, der vom Val d’Arade herunterkommt. Man geht weiter einige hundert Meter neben dem Bachbett bis zu einer Abzweigung: hier geht man links, überquert sofort den Bach und steigt weiter im Wald bis zur Hütte hinab.

Von der Giaf-Hütte zur Pordenone-Hütte über Casera Valmenon (Valbinon)
Weg Nr. 361

Einfacher Hüttenübergang in einer abwechslungsreichen Landschaft; zum großen Teil identischer Verlauf des „Truoi dai sclops“.

Casera Valbinon

Giaf-Hütte –Urtisiel-Scharte: 1,30 Std.
Urtisiel-Scharte – Casera Valmenone (Valbinon): 50 Min.
Casera Valmenone (Valbinon) – Casera Meluzzo: 1, 20 Std.
Casera Meluzzo –Pordenone-Hütte: 20 Min.
Gesamtgehzeit: 4 Std., Höhenunterschied 600 m
Länge 9 km

Wegbeschreibung:

Von der Giaf Hütte steigen wir zum kleinen Kinderspielplatz. Hier beginnt der kurze Verbindungsweg, der eben durch den Wald in ein paar Minuten zum eigentlichen Weg Nr. 361 führt (Holztafeln). Wir folgen dem Weg, der von hunderten Holzstufen charakterisiert ist, in Richtung S durch Latschen und lichten Wald und kommen nach 20 Min. zur Weggabelung mit Nr.342, 1580 m, der zur Cason-Scharte und zum Biwak Marchi-Granzotto führt. Wir gehen links weiter. Bald erreichen wir den Fuß des großen Schuttfeldes, das zur Pecoli-Scharte führt (wegloser Anstieg). Von hier mit vielen Kehren auf gutem Weg in Richtung Osten hinauf. Man quert oberhalb eines felsigen Riegels und erreicht die grasige Scharte Forcella Urtisiel (1990 m, 1,30 Std. insgesamt).Möglicher Anstieg zur Urtisiel-Spitze. Schöner Blick in Richtung NW.

Von der Scharte südlich hinab durch Schutt und Latschen, dann quert man lange fast eben auf einer breiten „Latschengasse“. Schöner Blick auf das Meluzzo-Tal und Cimoliana-Tal. Man erreicht in 0,50 Min. die sehr schön gelegene Biwakhütte (im Sommer bewirtschaftet) Ricovero Casera Valmenon oder Valbinon, 1778 m., von jungen Lärchen umgeben. Von der ehemaligen Almhütte geht ein sehr guter Weg das Val Menon hinab und erreicht die schöne Lichtung, wo die Notunterkunft, im Blockbau gebaute Caserutta dei Pecoli (Pechi), 1363 m, steht. Abzweigung mit Weg Nr. 359 zum Biwak Marchi-Granzotto im oberen Tal Monfalcon di Forni. Man geht jetzt fast eben das breite Meluzzo-Tal entlang, bis zum Parkplatz, 1163 m. Von hier ist es nur ein kurzer Anstieg zur Pordenone-Hütte, 1249 m.

Von Chiandarens zum Campuròs (Verbindungsweg)
Weg Nr. 367

Interessanter Verbindungsweg, um eine Rundtour von Chiandarens zu gestalten.

Der Campuros

Forni di Sopra Ortschaft Chiandarens – Passo Lavinâl – Campuròs - Abzweigung mit Weg Nr. 369
Gesamtgehzeit: 3 Std.,Höhenunterschied 995 m

Wegbeschreibung::

Von der Ortschaft Chiandarens, 966 m, folgt man 500 Meter der schmalen Asphaltstrasse zum Parkplatz der Giaf-Hütte bis zum alten Kalkofen Davàras, 978 m. Hier überquert man den Bach Giaf und folgt einem Fahrweg durch den bewaldeten Hang, bis man das imposante Bachbett des Lavinâl erreicht, 1150 m. 2.30 Std.
Man überquert den Bach und steigt durch Latschen, zur rechten Seite der drei großen Bachsperren, auf gutem Weg bis zum Kar Cadin del Lavinâl und weiter zum Lavinal-Pass, 1972 m. Hier öffnet sich bald der grüne Almboden Campuròs mit dem gleichnamigen Blockbau-Biwak, 1914 m. In fünf Minuten gelangt man zur Abzweigung. 0,30 Std. ab dem Pass.

“ Truoi dai Sclops”
Von der Giaf-Hütte zur Flaiban-Pacherini-Hütte, Wege Nr. 361 - 369 - 362

“Truói dai Sclops” bedeutet in dem einheimischen Dialekt ”Enzianweg”. Dieser bezaubernde Weg, wo sich die Natur in ihrer ganzen Pracht und zeitlosen Schönheit offenbart, fasst alle die interessantesten Aspekte der Friulanischen Dolomiten zusammen.
Auf diesem Weg findet jedes Jahr im August die berühmte Bergwettlauf „Sky race“ statt.

Erster Teil: Von der Giaf-Hütte zur Urtisiel-Scharte und zur Casera Valmenon (Valbinon), Weg Nr. 361

Für die Routenbeschreibung siehe oben Weg Nr. 361.

Zweiter Teil: Von Casera Valbinón zum Passo del Mus, Weg Nr. 369

Die Weggabelung ist unmittelbar vor der Casera, bei einem Holztrog: der Weg Nr. 361 geht rechts zur Pordenone-Hütte weiter, der Weg Nr. 369 dagegen geht links hinauf (O) in Richtung Casón di Canpurós (1945 m) und Bríca-Scharte (2088 m). Auf den Schutthalden des Crodón di Bríca, gegen Süden, kann man oft Gämse beobachten.
Nach einem 20-minütigen Anstieg auf kiesigem Boden erreicht man ein grasiges offenes Gelände: wir befinden uns in dem schönen welligen Almboden Canpurós, auf 1900 Höhenmeter. Bis 1945 weideten hier im Sommer ungefähr siebzig Schafe. Ein rustikales Blockbaugebäude lädt zu einer nachdenklichen Pause in diesem stillen Eden ein.
Ein Bach bildet ein kleines Moor mit typischen Pflanzenarten. Weggabelung mit Nr.367 zur Scharte Forcella Lavinâl. Wir bleiben rechts auf dem Weg 369 zur Scharte Val di Bríca, m 2088, die man in weniger als einer halben Stunde erreicht. Hier steht der charakteristische Felsturm, der im einheimischen Dialekt „fantulìna“ (Mädchen) genannt wird. Man steigt jetzt in den breiten Kar des Val di Bríca hinab. Vor uns steht uns nächstes Ziel, die Scharte Forcella dell’Inferno,2175 m. Auf 1960 m ignorieren wir die Abzweigung rechts mit dem Weg Nr. 379, der zum Casón di Bríca führt (dem Cason di Canpuros ähnlich, immer offen, unbewirtschaftet, mit 5 Schlafplätzen) und beginnen den Anstieg zur Scharte, vorbei an dem Mus di Bríca, eigenwilligen und unverwechselbaren Felsenturm. Man steigt weiter auf Schutt zur Scharte, dem höchsten Punkt unserer Route, hinauf.
Man steigt jetzt kurz zur zur Scharte Fantulina Alta, 2107 m, hinab. Von hier ist ein direkter, steiler Abstieg zur Hütte Flaiban-Pacherini möglich. Die Originalroute des „Truoi dai Sclops” aber hat für uns eine weitere Scharte bereit, und zwar den Passo del Mus, 2063 m. Wir bleiben deswegen auf der Seite des Guerra-Tales, bis unser Weg Nr. 369 sich mit dem Weg Nr. 362 aus dem Postegae-Tal verbindet (ungefähr 20 Min.). In diesem Gebiet kann man sehr oft Steinböcke aus unmittelbarer Nähe beobachten. Sie wurden 1985 wieder eingeführt, aus 6 männlichen und 5 weiblichen Exemplaren leben jetzt hier ungefähr 80 Tiere.

Dritter Teil: Vom Passo del Mus zur Hütte Rifugio Flaiban-Pacherini, Weg Nr. 362

Wer sich noch vollfit fühlt, könnte vom Pass mit dem kühnen Klettersteig „Cassiopea“ noch den Comici-Turm besteigen. Sonst kann man jetzt endlich zur Hütte Flaiban-Pacherini 1587 m absteigen, die man sehr gut von oben sehen kann, aber nicht so schnell zu erreichen ist: in der nächsten halben Stunden werden unsere Beine und Knien auf dem steilen Schuttkanal sehr hart auf die Probe gestellt. Kurz vor der Hütte Abzweigung mit dem Weg Nr. 363 zum Suola-Pass.
Von der Hütte Flaiban-Pacherini steigt man weiter in zirka 1.30 Std. zur Talsohle bei der Ortschaft Andrazza ab, und von hier auf der Langlaufloipe erreicht man das Dorfzentrum. (Weg Nr. 362)

Anello di Bianchi – “Bianchi-Rundweg”

Es handelt sich um eine leichte Wanderung um die Giaf-Hütte, die uns erlaubt, die wunderschönen dolomitischen Wände des Cridola und der Monfalconi-Gruppe zu bewundern. Der Weg ist dem einheimischen Bergführer Ugo Coradazzi 'Bianchi' gewidmet.

Der Bildstock am Boschet

Rundweg 3.00 Std., 400 Hm

Wegbeschreibung:

Hinter der Giaf-Hütte nimmt man den Weg Nr. 346 zur Scodavacca-Scharte und nach wenigen Minuten zweigt man rechts ab. Unser Rundweg, mit dem Symbol eines Bäumchens markiert, verläuft zuerst gemeinsam mit dem Weg Nr. 340. Man steigt durch einen schönen Tannen- und Lärchenwald bis auf einen Latschenrücken, von wo man einen schönen Blick auf das Tal genießen kann. Der Weg führt jetzt mit einer langen Diagonale und einigen Kehren zu einer schönen Lichtung, wo einmal die Unterkunft Cason dal Boschèt stand (1706 m, knapp eine Stunde). Keine Spuren von der alten Alm sind geblieben, nur der Flurname: als Andenken steht hier heute nur ein schlanker, malerischer Bildstock.
Bis hier ist der Wegverlauf mit dem Weg Nr.340 identisch: in der Almwiese ist aber die Weggabelung. Der Weg 340 zieht geradeaus weiter ins Fossiana-Tal und erreicht die Forca del Cridola. Wir folgen aber dem Anello di Bianchi links durch die Wiese. Er führt durch eine breite „Latschengasse“ leicht absteigend zurück zum Weg Nr. 346, 1600 m. Schöne Aussicht auf den Spinotti-Turm, die Scodavacca-Scharte und die Zinnen der Monfalconi (direkt vor uns). Auf dem 346 hinauf kurz zu einer Weggabelung mit Holzbank, 1674 m.
Jetzt geht man links mit leichtem Auf und Ab durch die sogenannten Busas di Giaf, eine Serie von Grasmulden reich an Blumen und Pflanzen aller Art, bis zur Kreuzung mit dem Weg Nr. 354 (z.Z. nicht mehr imstande gehalten), 1690 m, 20 Min. zirka. Wir bleiben rechts, um eine kleine Felsscharte zu Fuß des Torre di Forni zu überwinden. Der Weg quert durch den Hang (leicht, mit Metallseil gesichert) und trifft auf den Weg Nr. 342, der aus der Cason-Scharte runterkommt. Man folgt jetzt diesem Weg bis zur nächsten Weggabelung, 1580 m. Der letzte Teil des Weges ist mit dem Weg Nr. 361 gemeinsam und führt in zirka 20 Min. zurück zur Giaf-Hütte. Aus dem Cason dal Boschet 1.40 Std.

„Truoi dal Von" – Weg des Ahnen
Weg Nr. 371

Il Truoi dal Von, der “Weg des Ahnen” ist eine leichte Wanderung auf der Costa di Cimacuta und erlaubt, die Giaf-Hütte direkt aus dem Zentrum des Dorfes zu erreichen. Diese Tour ist äußerst interessant und aussichtsreich, dabei ist sie natürlich viel länger als der klassische Anstieg aus Chiandarens. Der Name kommt aus einem charakteristischen Steinblock auf dem Pocagneit-Rücken, der eben Clap dal Von heisst.

Wir beschreiben hier den Weg als Abstiegsvariante von der Hütte nach Forni di Sopra, die besonders interessant ist, wenn unser Auto im Dorf geparkt ist.
Gesamtgehzeit 1,30 Std zirka

Wegbeschreibung::

Von der Giaf-Hütte steigt man ungefähr 15 Min. auf der Forststraße hinunter, bis man auf einer Kehre einen Holzwegweiser findet, der nach links zum “Truoi dal von” zeigt. Die breite Trasse führt mit leichtem Auf und Ab bis zur großen Sperre, 1125 m, auf dem Bach Lavinâl dal Ors. Man überquert den Bach oberhalb der Sperre (große Wegtafel). Man geht jetzt hinauf und trifft auf die Reste eines ersten Kohlenmeilers und kurz danach auf einen Aussichtspunkt mit weitem Blick auf die imposante Schuttrinne des Lavinal, die Scodavacca-Scharte und die Cridola-Gruppe. Man geht einem zweiten Kohlenmeiler vorbei und durch einen Mischwald (Buchen und Tannen) steigt man bis zur Tuis-Scharte, 1264 m, hinauf. Kurz danach kann man von einer zweiten Beobachtungsstelle die gegenüberliegenden Varmost-Hänge, die Tragonia-Alm und die Tiarfin-Gruppe gut beobachten. Von einer Holzbank weiter unten kann man sogar die Drei Zinnen von Lavaredo sehen, so wie die Cridola- und Monfalconigruppe. Der Weg steigt weiter im Wald hinab bis zum vierten Aussichtspunkt, der wie ein offenes Fenster auf die Häuser von Forni und das Tagliamento-Tal geht. Schließlich erreicht man den charakteristischen Clap dal Von, mit Blick auf den Berg Cimacuta. Man steigt weiter im Wald hinab bis zu den Pocagneit-Hütten, geht an Dolinen und Schuttfelder vorbei und erreicht die Sorarui-Steinblöcke. Wenn man endlich die Forststraße erreicht, geht man rechts auf den gestuften “Sentiero dei bambini” (Kindersteig) hinab bis zum Fluss Tagliamento, den man auf der Brücke „Sirai“ überquert. Auf der anderen Seite ist der große Parkplatz Santaviela und die Varmost Sessellift.